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Pfarrbrief

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Die Pfarrnachrichten unserer Kirchengemeinde "Zur schmerzhaften Mutter" sind unter Gottesdienste auf dieser Homepage eingearbeitet!

Nachfolgende Texte befinden sich alle auf der dem vorgesetzten Schreiben beigefügten, scheckkartengroße Plastikkarte (s.oben re.)

 

 

Aus der Hennefer Volkszeitung vom 10. Mai 1911 zur Schmerzhaften Mutter von Bödingen:

(zum Kompassionsfest / 4. Freitag nach Ostern)

Ich gehe, wenn ich traurig bin,

zur lieben Schmerzensmutter hin.

Leg alles Leid und allen Schmerz

an ihr treues Mutterherz.

Horch welch frohes Festgeläute

dringt mit Macht an unser Ohr.

Alles eilt zur Kirche heute.

Sieh, schon füllt sich Schiff und Chor.

 

Schön geschmückt sind die Altäre

und in reichem Lichterkranz

steht die Schmerzensmutter hehre,

goldumrahmt vom Strahlenkranz.

 

Hin zu dem Altare schreitet

fromm der Pilger lange Schar:

Seht, das Gastmahl ist bereitet,

kommt und stärkt euch immerdar.

 

Und nun brausen durch die Hallen

Orgelklang und Festgesang.

Da die frommen Beter wallen,

still und ernst den Weg entlang.

 

Maria zu dir kommen wir

und deine Hilfe begehren wir.

So fleht heut groß und klein zu dir,

Oh Jungfrau, du Mutter hehre.

 

Angelangt am Gnadenorte

ist der Pilger fromme Schar.

O, wer kündet es in Worte,

was dem Aug sich bietet dar.

 

 

Alle liegen auf den Knien

vor der Schmerzensmutter Bild.

Alle sich der Mutter weihen

und dem lieben Schmerzenskind.

 

Seh´t den Greis in Silberhaaren

und das Mütterlein bebückt,

alles zu Maria tragen

was auch nur ihr Herze drückt.

 

Dort mit tief betrübtem Herzen

eine Mutter flehend ruft:

O, Maria, Meer der Schmerzen

blieb mein Sohn doch fromm und gut.

 

Sieh, er wandelt irre Wege,

hört nicht mehr der Mutter Wort.

Alles dir zu Füß ich lege,

ehe ich gehe von hier fort.

 

Sehet dort den bleichen Knaben.-

heilger Unschuld Wiederschein,-

kommt für seine Mutter beten,

die nun liegt im Totenschrein.

 

Pilger kommen, Pilger gehen

hier in ungeheurer Zahl

denn wer kennt all die Wehen

hier in diesem Tränental.

 

Und für alle die da kommen

ist die Schmerzensmutter hilfsbereit

öffnet immer voll Erbarmen

ihre Mutterarme weit.

 

Du der betrübten Trösterin

hör unser kindlich Fleh´n

Sei unser Schutz und Helferin

bis wir am Throne Gottes stehn!

 

 

Mit Gott verbunden - Einladung zur Gebetskette

(aus dem Weihnachtspfarrbrief 2015)

Papst Franziskus hat ein "Jahr der Barmherzigkeit" ausgerufen, das am 8. Dezember mit dem Anfang des neuen Kirchenjahres beginnt. Es soll um eine neue Sensibilität für Barmherzigkeit in all ihren Facetten gehen und damit auch ein Umsetzen im Alltag.

In den vergangenen Wochen gingen überall in unserer Stadt Hennef zahlreiche Martinszüge. Gerade der hl. Martin mit seiner Mantelteilung steht geradezu als Modellfall einer Gestalt der Barmherzigkeit auch heute noch vor uns. Der entscheidende Wendepunkt in seinem Leben war dann aber der Traum in der Nacht danach, als ihm Christus erschien und deutlich machte, dass es um eine dauerhafte Haltung der Barmherzigkeit aus Liebe - aus Gott heraus - geht, sie also nachhaltig und sozusagen "normal" ist. Daraufhin lässt er sich taufen und - was die meisten nicht wissen - gründet eine Gebets- und Lebensgemeinschaft in einem Kloster und widmet sich den Menschen gleichermaßen im Gebet und in der Speisung der Armen (Martinswecken, -brezeln heute erinnern daran). Beides ist eins, also auch das Fürbittgebet ist ein Akt der Barmherezigkeit, der liebenden Sorge für den Nächsten. Beim Beten passiert eben auch etwas!

So ist nun nach längerem Heranreifen ein passender Zeitpunkt gekommen, diese Fürbittgebete für andere, die vielfältige Sorgen und Nöte haben, im Marienwallfahrtsort Bödingen nachhaltig zu etablieren. Traditioneller Hintergrund ist die "Bruderschaft der Schmerzhaften Mutter von Bödingen", die durch den 8. Prior des Klosters, den Aachener Jacobus von der Heggen im 15. Jahrhundert errichtet wurde. (Sein Totengedenkkreuz haben wir vor wenigen Wochen auf Dauer in die Wallfahrtskirche bekommen.) Nach Rücksprache mit der Bistumsleitung wird diese Gebetsgemeinschaft nunmehr den Namen "Gebetskette der Schmerzhaften Mutter von Bödingen" tragen.

Gegenüber dem Gnadenbild ist ein Briefkasten angebracht, in den man einen Zettel einwerfen kann, auf den man eine konkrete Sorge oder Not schreiben kann, für die die Gebetshilfe der Mitglieder der Gebetskette erbeten wird. Die Mitglieder dieser Gebetskette bekommen dann solche einen "Not-Zettel" und verpflichten sich, zwei Monate lang das allgemein bekannte Gebet des "Engel des Herrn" einmal am Tag für diese(n) Menschen zu beten. Das ist so etwas wie eine Patenschaft. Gleichzeitig soll dieses Gebet auch für die Gemeinschaft der Gebetskette sein, so dass man sich in dieser Gruppe gegenseitig stützt und stärkt. Drittens soll dieses Gebet gleichzeitig in der Intention der beiden monatlichen Gebetsanliegen gebetet werden, die der Papst für die Weltkirche immer herausgibt. Es ist aber leicht zu überschauen und auch durchzuführen.

Der Beginn dieser Gebetskette wird passender weise die Festmesse am großen Marienfest zu Anfang des neuen Kirchenjahres sein: Mariä Unbefleckte Empfängnis am 8. Dezember. Jesus hat seine Mutter noch vom Kreuz herab uns zur Mutter gegeben. Ihr verstehendes und unterstützendes Wort hat bei Gott Gewicht!

Wer bei dieser Gebetskette mitmachen möchte, die ja unsere ganze Region betrifft, möge sich mit mir in Verbindung setzen.

Pfarrvikar Reinhard Friedrichs

In diesem Zusammenhang ist es sinnvoll, einige Absätze aus dem apostolischen Schreiben von Papst Franziskus "Evangelii Gaudium" ("Freude des Evangeliums") zu betrachten:

Die missionarische Kraft des Fürbittgebets